Athen- und Griechenland-Reiserouten

Fertig ausgearbeitete Routen fur jeden Griechenland-Reisestil -- vom dreitagigen Stadttrip in Athen bis zur einwochigen Grand Tour mit antiken Statten, Inseln und Peloponnes.

Wie viel Zeit man für Athen und Griechenland einplant, beginnt mit der ehrlichen Frage, was ein einzelner Tag tatsächlich hergibt. Ein Stadttag reicht selten für mehr als zwei oder drei größere Sehenswürdigkeiten, wenn man Fußwege, Warteschlangen und die Hitze, die einen Großteil des Jahres über Attika liegt, mit einrechnet. Ein Tagesausflug etwa nach Delphi oder in den Peloponnes verschlingt allein durch die Anfahrt den größten Teil des Tages und lässt nur wenige Stunden vor Ort übrig. Der realistische Weg besteht darin, von der Zahl der verfügbaren Nächte auszugehen und dann zu entscheiden, ob sich diese Zeit besser in Athen selbst vertiefen lässt oder ob sie zwischen der Hauptstadt und einer Region darüber hinaus aufgeteilt werden sollte. Vier Nächte reichen für einen ordentlichen Einblick in die Stadt plus einen Tagesausflug; ab einer Woche wird eine Insel oder eine zweite Region realistisch, ohne dass es gehetzt wirkt.

Selten funktioniert die Route, die versucht, Athen, Santorin und Delphi in vier Tagen unterzubringen. Jeder Ort verlangt eine andere Art von Zeit. Athen belohnt langsame Vormittage und wiederholte Besuche im selben Viertel. Delphi lohnt sich nur, wenn ein ganzer Tag für die Anfahrt, die Besichtigung und die Rückfahrt eingeplant wird, ohne gegen die Uhr zu fahren. Santorin zahlt sich erst aus, sobald man für ein oder zwei Nächte zur Ruhe kommt. Zusammengepresst bleiben am Ende vor allem Flughafentransfers und Kofferpacken übrig, statt einen der drei Orte wirklich zu erleben. Bei einer vier Tage langen Reise lohnt es sich mehr, einem dieser Fäden zu folgen, als alle drei im Eiltempo zu streifen, was Fotos ergibt, aber kaum echte Erinnerungen.

Mit einem Mietwagen ändert sich die Rechnung. Er erschließt den Peloponnes und die Küstenregionen Zentralgriechenlands, die sonst nur mit organisierten Transfers oder sorgfältig abgestimmten Bus- und Zugverbindungen erreichbar sind, und nimmt den Druck, alles auf eine einzige Abfahrtszeit abstimmen zu müssen. Ohne Auto bleibt Athen selbst gut zu Fuß und mit der Metro zu bewältigen, doch alles außerhalb der Stadt erfordert Planung rund um feste Fahrpläne. Inseln lohnen sich erst, wenn genug Zeit bleibt, tatsächlich auf einer anzukommen, statt am späten Nachmittag einzutreffen und am nächsten Morgen schon wieder abzureisen. Ein Inselaufenthalt von nur einer Nacht kostet meist mehr an Fährwarteschlangen, Gepäck und frühem Aufstehen, als er an Erlebnis zurückgibt; erst bei zwei oder drei Nächten beginnt sich eine Insel wie ein Teil der Reise anzufühlen und nicht wie eine Pflichtaufgabe, die noch angehängt wurde.