Athen in 2 Tagen: Die ideale Reiseroute für Erstbesucher
2 days

Athen in 2 Tagen: Die ideale Reiseroute für Erstbesucher

So funktioniert diese Reiseroute

Zwei Tage geben gerade genug Zeit, um Athen ordentlich zu sehen statt gehetzt. Tag 1 konzentriert sich auf die antike Stadt — die Akropolis, das Museum, die Agora — damit man versteht, was Athen war. Tag 2 wechselt zu dem, was Athen heute ist: eine essenbesessene, designvorwärts gerichtete Stadt, in der das Viertelsleben in seinem eigenen ungehasteten Tempo abläuft. Die Gesamtgehstrecke beträgt rund 10–12 km über zwei Tage. Buchen Sie die Akropolis im Voraus und, wenn Sie ein geführtes Erlebnis möchten, buchen Sie Ihre Tour mindestens 48 Stunden im Voraus. Diese Reiseroute eignet sich für die meisten Fitnessniveaus; die einzigen echten Anstiege sind die Akropolis-Rampe an Tag 1 und der Pfad zum Lycabettus an Tag 2 (beide optional per Seilbahn oder Aufzug).


Tag 1: Die antike Stadt

Morgen — Akropolis im ersten Licht (07:30–12:00)

Bis 07:30 am Beulé-Tor sein. Die Akropolis öffnet um 08:00 und die erste Stunde ist die ruhigste, die man jemals an einem UNESCO-Welterbe dieser Größe erleben wird. Der Marmor des Parthenons glüht bernsteinfarben in der tiefen Morgensonne, und das Panorama — Plaka unten, Piräus und der Saronische Golf am Horizont — setzt die gesamte Stadt in geografischen Kontext.

Ticket im Voraus buchen. In der Hochsaison kann die Walk-up-Warteschlange 60–90 Minuten dauern:

Buchen Sie Ihr Akropolis-Ticket im Voraus und überspringen Sie die Warteschlange

90 Minuten auf dem Hügel verbringen. Highlights: die Propyläen (monumentales Gateway), das Erechtheion mit seiner berühmten Karyatidenhalle, der Tempel der Athena Nike und das Parthenon selbst. Ein professioneller Reiseleiter verwandelt die Steine in eine lebendige Geschichte:

Geführte Akropolis-Tour mit Warteschlangen-Überspringen

Bis 09:30 über den Südhang hinunter, vorbei am Theater des Dionysos (das älteste steinerne Theater der Welt, 4. Jahrhundert v. Chr.) gehen und fünf Minuten zum Akropolis-Museum. 75 Minuten einplanen. Das Highlight ist die Parthenon-Galerie im Obergeschoss, vollständig durch natürliches Licht beleuchtet, mit dem echten Hügel durch die Glaswände hinter den Friesteilen sichtbar. Eintritt ca. 15 €.

Unseren detaillierten acropolis-museum-guide vorher lesen.

Nachmittag — Antike Agora und Monastiraki-Mittagessen (12:30–17:00)

Schnelles Mittagessen in Plaka — ein Souvlaki-Pita von einem Imbiss kostet 3,50 €, oder setzen Sie sich für ein vollständiges Taverna-Mittagessen für 14–16 € — dann 15 Minuten nordwestlich zur Antiken Agora gehen.

Die Agora (Eintritt ca. 10 €, oder im 40-€-Kombiticket enthalten) war das pulsierende bürgerliche und kommerzielle Herz des klassischen Athens. Sokrates hielt hier Hof. Die rekonstruierte Stoa des Attalos beherbergt ein beeindruckendes Museum des Athener Alltagslebens: Bronzeabstimmungsscheiben, Terrakottalampen, Kinderspielzeug, eine Klepsydra (Wasseruhr). Der Hephaistos-Tempel auf dem Hügel oben ist einer der vollständigsten dorischen Tempel Griechenlands. Budget 60 Minuten.

Von der Agora in den Monastiraki-Platz gehen. Den Flohmarkt entlang der Ifestou-Straße durchstöbern, einen Kaffee von einer der Stehespressobars mitnehmen und die Stadt an sich vorbeiziehen lassen. Der Blick zurück zur Akropolis vom Platz — mit den Metro-Zügen im Vordergrund gleitend — ist eines von Athen’s prägenden Fotomomenten.

Abend — Psyrri zum Abendessen und Straßenkunst (17:30–21:30)

Zehn Minuten westlich in Psyrri gehen, dem ehemaligen Lagerhaus der Stadt, das zum kreativen Viertel wurde. Die Straßenkunst hier ist unter den besten in Südeuropa: riesige Wandmalereien bedecken ganze Gebäudefassaden. Der Leokoriou- und Miaouli-Straße folgen.

Zum Abendessen hat Psyrri ein gutes Angebot von günstigen Gyros-Lokalen bis zu mittelpreisigen kreativen Mezze-Restaurants. Budget 35–45 € für zwei für eine ordentliche Sitzmahlzeit mit Wein. Das Viertel ist lebhafter nach 20:00, wenn die Athener selbst eintreffen.


Tag 2: Die lebendige Stadt — Essen, Hügel und Dachterrassenblicke

Morgen — Zentralmarkt und Omonia-Frühstück (08:30–11:30)

Beginnen Sie beim Athener Zentralmarkt auf der Athinas-Straße (geöffnet 07:00–15:00, sonntags geschlossen). Das ist Athen ungefiltert: ganze Lämmer hängend neben Körben mit getrockneten Kräutern, Fischhändler, die Preise über eisgefüllten Auslagen ausrufen, Käseverkäufer, die Graviera-Stücke zum Probieren schneiden. Es ist aufregend und leicht überwältigend — ideal. Der angrenzende Gewürzmarkt auf derselben Straße verkauft getrockneten Oregano, Safran und Mastixharz.

Frühstück: die Arbeiterkantinen des Markts öffnen bei Tagesanbruch. Eine Schüssel Patsas (Kaldaunensuppe, ein erworbener Geschmack, aber eine lokale Tradition) oder ein einfacherer Teller Eier mit Loukanika (Schweinswürstchen) kostet 5–7 €.

Wenn Sie die Esskultur Athens lieber mit einem Einheimischen erkunden möchten, der jeden Stand kennt, ist eine geführte Foodtour wirklich die beste Investition der Reise:

Athen Original-Foodtour — Märkte, Mezze, lokale Geheimnisse

Spätvormittag — Syntagma und ein Bummel durch Kolonaki (11:30–14:00)

Südöstlich zum Syntagma-Platz gehen. Die Evzone-Wachablösung am Grab des Unbekannten Soldaten (stündlich zur vollen Stunde; die vollständige Zeremonialwechslung findet sonntags um 11:00 statt) ansehen. Der Nationalpark, unmittelbar hinter dem Parlamentsgebäude, bietet zehn Minuten echten Schatten und Vogelgesang — eine zivilisierte Unterbrechung.

Die Vassilisis-Sofias-Avenue hinauf in Kolonaki, Athen’s elegantestes Wohnviertel, gehen. Das Viertel ist an den unteren Hängen des Lycabettus-Hügels gebaut und die Straßen steigen sanft zwischen Pariser Appartementgebäuden, unabhängigen Kunstgalerien und ausgezeichneten Kaffeehäusern auf. Die Tsakalof-Straße ist das Epizentrum: kleine Designboutiquen, Gelatobars, Buchhandlungen. Ein kalter Freddo-Espresso (Athen’s charakteristisches Sommergetränk) kostet 3–4 €.

Nachmittag — Lycabettus-Hügel und das Panorama (14:00–17:00)

Die Standseilbahn (7 € Hin- und Rückfahrt, ca. alle 20 Minuten) von der Aristippou-Straße zum Gipfel des Lycabettus-Hügels auf 277 Metern — dem höchsten Punkt Athens — nehmen. Das Panorama ist atemberaubend: das gesamte Attische Becken wie eine Karte ausgebreitet, die Akropolis auf ein kleines Plateau reduziert und an klaren Tagen (am besten im Frühling und Herbst) die Berge der Peloponnes im Südwesten sichtbar.

Die Kapelle des Heiligen Georg am Gipfel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Hügelcafé ist überteuert, aber die Terrasse macht es für einen einzigen Kaffee (6 €) lohnenswert.

Alternativ den kiefernbeschatteten Pfad von der Lycabettus-Straße aufwärts gehen — 20 Minuten sanfte Serpentinen durch ein seltenes Stück urbanes Grün.

Hinuntersteigen und südwärts durch Kolonaki zum Benaki-Museum gehen (Eintritt 12 €, dienstags geschlossen). Athen’s feinste Privatsammlung deckt alles von neolithischer Keramik bis byzantinischem Schmuck bis hin zu einer atemberaubenden Sammlung griechischer Volkskostüme ab. Das Dachterrasen-Café-Restaurant hat eine Terrasse, auf der es sich zu verweilen lohnt.

Abend — Athen Riviera oder Altstadt zum Abendessen (18:30–22:00)

Für einen letzten Abend zurück zu Plaka für das klassische Athener Abendessen-Erlebnis. Das Viertel ist touristisch, aber zwei Straßen weg von der Hauptachse ist die Qualität echt. Lammkoteletts (Paidakia) grillen über Holzkohle, griechischen Salat mit gereiftem Feta und ein Glas Assyrtiko-Weißwein bestellen. Budget 30–45 € für zwei.

Wenn Sie das lokale Erlebnis dem malerischen vorziehen, gehen Sie in Koukaki direkt südlich der Akropolis — das Vierteläquivalent von Kolonaki, aber jünger und weniger teuer. Die Restaurants rund um die Veikou-Straße servieren ausgezeichnetes kreatives griechisches Essen an eine Viertelsmenge.

Den Abend auf einer Dachterrassenbar mit der beleuchteten Akropolis ausklingen lassen. Der flutbeleuchtete Marmor vor dunklem Himmel ist genauso gut wie der Morgenblick, nur wärmer.


Praktische Tipps

Kombiticket: Das 40-€-Mehrstätten-Akropolis-Ticket umfasst die Antike Agora, Römische Agora, Tempel des Olympischen Zeus, Kerameikos und die Hänge. Über zwei Tage rechnet es sich, wenn man drei oder mehr dieser Stätten besucht. Siehe unseren acropolis-tickets-guide.

Metro vs. Gehen: Die Metro (1,40 € pro Fahrt, 9 € für 24 Stunden) verbindet Monastiraki, Syntagma und Akropolis-Stationen. Die meisten Sehenswürdigkeiten zwischen diesen Punkten liegen innerhalb von 15 Minuten Fußweg voneinander, so dass ein gutes Paar Schuhe Ihr hauptsächliches Transportmittel ist.

Reisezeit: April–Mai und September–Oktober sind die Sweet Spots. Sommer (Juni–August) ist heiß (36–40 °C), überfüllt und teuer. Winter (Dezember–Februar) ist kühl, ruhig und bietet kürzere Schlangen. Vollständige Aufschlüsselung in unserem best-time-to-visit-athens-Reiseführer.

Unterkunft: Plaka und Koukaki sind ideal für diese Reiseroute — beide liegen 10 Minuten zu Fuß von der Akropolis entfernt. Siehe unseren where-to-stay-in-athens-Reiseführer für Viertelvergleiche und Hotelempfehlungen.

Auf 3 Tage verlängern? Fügen Sie einen Tagesausflug nach Kap Sounion oder die Athen Riviera hinzu. Siehe die athens-in-3-days-Reiseroute für den vollständigen Plan.

Beliebte Athen-Touren auf GetYourGuide

Verifizierte GetYourGuide-Touren mit Direktlinks. Mit einer Buchung über diese Links erhalten wir eine kleine Provision ohne Mehrkosten für Sie.